Die Nachfrage von privaten Bauherren nach gemeinschaftlichen Bauvorhaben für selbstgenutztes Wohnen in der Stadt wächst seit Jahren stetig an. Dabei zeichnet sich ein Wandel bei Wohneigentums- und Bauinteressierten ab, die individuelle Wohnformen gerade in Ballungsgebieten für sich entdecken und die ihre Projekte nach eigenen Bedürfnissen sowie kostengünstig baulich realisieren möchten. Bauen in der Gemeinschaft kann vor allem in begehrten städtischen Lagen für die Bauherren wesentliche Kostenvorteile gegenüber Bauträger- oder Investorenangeboten bieten. Mit gemeinschaftlichen Bauvorhaben wird der Wunsch nach Mitbestimmung an der individuellen Planung, Ausstattung und Nutzung der eigenen Wohnung bis hin zur architektonischen Gestaltung des Gebäudes verbunden. Genauso wichtig ist die selbstgewählte Nachbarschaft, insbesondere wenn innerhalb dieser Gemeinschaft weitere sozialkulturelle Ziele verfolgt werden. Dies können Mehrgenerationslösungen oder andere integrative Ansätze für gegenseitige Unterstützungen sein, die das nachbarschaftliche Wohnumfeld mit einbeziehen. In der vorliegenden Broschüre „Baugemeinschaften“ werden Hintergrundinformationen zu Baugemeinschaften, deren Entwicklungsgeschichte und Vorteile im Hinblick auf Wohneigentumsbildung, soziale Aspekte, mögliche Wohnqualitäten sowie die Stadtentwicklung gegeben. Die Darstellung des Weges zur Baugemeinschaft mit den wichtigsten Planungs- und Realisierungsaspekten dient als Anleitung für interessierte Bauherren, die durch eine Dokumentation verschiedener beispielhafter und bereits realisierter Projekte ergänzt wird.