Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesbauminister, hat auf der Podiumsdiskussion von Haus & Grund heute in Berlin die Bedeutung des Klimaschutzes für die Immobilienbranche hervorgehoben:
"Klimaschutz und Energieeinsparung werden für die Wohn- und Stadtentwicklungspolitik auch in der neuen Legislaturperiode zentrale Politikfelder sein. 40 Prozent der Endenergie werden in Deutschland für Heizung und Warmwasser aufgewandt. Das verursacht ein Fünftel unserer CO2-Emissionen. Wenn wir unsere Klimaschutzziele ernst nehmen, und das tun wir, können und müssen wir weiterhin daran arbeiten, die Energieeffizienz im Gebäudebereich erheblich zu verbessern. Energieeffiziente Häuser sind nicht nur gut für Umwelt und Klima, sie bieten den Bewohnern auch einen viel besseren Komfort und niedrigere Nebenkosten. Auch die Eigentümer profitieren: Ein guter Energiestandard sichert den Marktwert einer Immobilie. Nur energieeffiziente Häuser sind Immobilien mit Zukunft."
Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr rund 2,2 Milliarden Euro Fördermittel für das energieeffiziente Sanieren und Bauen zur Verfügung gestellt. Mit etwa 240.000 Krediten und Zuschüssen hat die KfW vergangenes Jahr rund 620.000 Wohnungen gefördert.
Mücke: "Die Förderung hilft vielen Hauseigentümern, ihre Bauprojekte zu realisieren. Mit der letztes Jahr eingeführten Zuschussvariante können auch Einzelmaßnahmen gefördert werden. So kann ein Haus auch schrittweise modernisiert werden. Hauseigentümern und Wohneigentümergemeinschaften wurde die Sanierung erleichtert, denn sie haben nun die Wahl zwischen zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen."
Mücke betonte, dass Lasten und Gewinne von Energieeinsparmaßnahmen gerecht zwischen Mietern und Vermietern verteilt werden müssen:
"Wir brauchen ein Mietrecht, das die richtigen Anreize für Investitionen setzt. Wir haben im Koalitionsvertrag vereinbart, das energetische Sanieren zu erleichtern und werden gemeinsam mit dem federführenden Bundesministerium der Justiz prüfen, wie Hürden beseitigt und Investitionsanreize erhöht werden können."
Private Einzeleigentümer sollen auch bei der Stadtentwicklungspolitik eine wichtigere Rolle spielen, so Mücke:
"Auch beim Stadtumbau werden wir die Privaten viel stärker einbinden als in der Vergangenheit. Gerade bei der Aufwertung der innerstädtischen Quartiere kommt es auf die Kooperation mit privaten Eigentümern an."
Es gibt rund 15 Millionen private Hauseigentümer in Deutschland. Im Verband Haus & Grund sind derzeit rund 800.000 als Mitglieder organisiert.