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3.03.10

Mücke: Zusammenarbeit von Pflegediensten und Immobilienwirtschaft stärken


Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesbauminister, hat heute die Anpassung des Wohnungsbestands an die Bedürfnisse älterer Menschen als die zentrale Aufgabe für die Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik bezeichnet.

Auf der Fachtagung "Wohnen im Alter" sagte Mücke:

"Wir wollen, dass Menschen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Die meisten Menschen wollen in den eigenen vier Wänden wohnen, auch wenn die Beweglichkeit nachlässt. Bis die Wohnung für Rollatoren und Rollstühle bis hin zum Pflegedienst geeignet ist, muss jedoch oft einiges baulich verändert werden. Wir fördern diese Investitionen mit dem Förderprogramm 'Altersgerecht Umbauen'".

Barrierearme Wohnungen erleichtern nicht nur den Alltag ihrer Bewohner, sondern auch den der Hauspflegedienste, betonte Mücke und forderte deshalb Pflegedienste und Immobilienwirtschaft auf, stärker zusammen zu arbeiten.
Investitionen in die "Alterstauglichkeit" von Wohnungen können mit dem KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen" gefördert werden. In den Jahren 2009-2010 stehen jeweils 80 Millionen Euro Bundesmittel für zinsverbilligte Kredite zur Verfügung.

Das Programm ist sehr erfolgreich gestartet. Mehr als 2200 Anträge sind 2009 bewilligt worden, mit einem Darlehensvolumen von insgesamt 213 Millionen Euro.

Mücke: "Knapp die Hälfte aller Seniorenhaushalte über 65 leben im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung. Viele möchten oder bekommen keine Kredite mehr. Um auch diese Menschen noch besser erreichen und zu vorsorglichen Umbaumaßnahmen für komfortables Wohnen im Alter ermutigen zu können, wollen wir das Förderprogramm dieses Jahr um eine Zuschussvariante ergänzen."

Heute sind fast 17 Millionen Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahre alt. In 30 Jahren werden dies fast 24 Millionen Menschen sein. Unter diesen 24 Millionen werden rund acht Millionen über 80 sein. Damit ist absehbar, dass auch die Zahl der Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Pflegebedarf ansteigen wird.
Um das Programm wie im Koalitionsvertrag vereinbart weiter zu entwickeln, werden die Maßnahmen in Modellvorhaben wissenschaftlich ausgewertet. Die so gewonnenen praktischen Erfahrungen bei der altersgerechten Wohnraumanpassung sollen das Programm mit innovativen Lösungen anreichern.

Von: BMVBS, Nr. 066/2010

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