Wenn der vorhandene Wohnraum für die beabsichtigte künftige Nutzung nicht ausreichend bzw. ungeeignet ist, kann er - insbesondere im Bereich der selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäuser - in der Regel so modernisiert bzw. umgebaut und erweitert werden, dass er den zukünftigen Wohnansprüchen der Eigentümer und Bewohner gerecht wird.
Bei den ersten Überlegungen, was und wie umgebaut werden soll, sollte man immer auch an die Entwicklung des Haushalts denken: Verlassen die Kinder bald den Haushalt oder gibt es Angehörige, die vielleicht in einigen Jahren hinzuziehen werden? Wie soll das Haus in Zukunft genutzt werden? Kommt man auch im Alter und mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit mit den räumlichen Gegebenheiten zurecht?
Die Erweiterung von Wohngebäuden kann grundsätzlich auf zwei Arten umgesetzt werden:
mit dem Ausbau vorhandener Dach- und Kellergeschosse sowie mit An- und Aufbauten. Grundlage für die zu treffenden Entscheidungen sollte immer eine gründliche Analyse des vorhandenen Gebäudes bilden, denn nur so kann der Umbau erfolgreich realisiert werden und das Ergebnis tatsächlich eine optimale und erlebbare Verbesserung des Bestandes darstellen – sowohl in bautechnischer und gestalterischer Hinsicht wie insbesondere auch in Bezug auf die Bedürfnisse der Nutzer.
Ein Umbau ist oftmals auch ohne das Bedürfnis nach zusätzlichem Wohnraum erforderlich. Gründe dafür können neben bautechnischen Notwendigkeiten sowohl neue Bedürfnisse der Bewohner als auch neue Nutzungen des Wohnraums sein. Die Ausarbeitung eines flexiblen Nutzungskonzepts schon während der Planungsphase ermöglicht eine Anpassung des Gebäudes an die jeweiligen Nutzeranforderungen unter Einbeziehung der langfristigen Entwicklungen.
Bedarf, Funktion und Gestaltung (475 KB)
Bauen im Lebenszyklus (436 KB)
Wohngebäude und Nutzungsperspektiven (2 MB)
Gebäudeerweiterungen (555 KB)