Oberflächenversiegelung
Die Oberflächenversiegelung durch die Überbauung mit einem Gebäude spielt hinsichtlich des Wasserhaushalts des Grundstücks eine wesentliche Rolle. Durch die Versiegelung der Oberfläche kann der anfallende Niederschlag nicht mehr direkt in das Erdreich versickern. Eine schnelle Ableitung des Regenwassers von den versiegelten Flächen ins Abwassernetz reduziert die Grundwasseranreicherung vor Ort. Deshalb sollten folgende Maßnahmen geprüft werden:
Große Bedeutung für die Bewahrung des biologischen Mikroklimas auf dem Grundstück hat die Erhaltung des Baumbestandes und anderer Anpflanzungen. Pflanzen tragen zur Reduzierung des CO2-Gehaltes der Luft bei. Aber auch weitere Vorteile für den Erhalt der lokalen Naturräume sind hier zu nennen. Pflanzen haben feuchtigkeitsregulierende Fähigkeiten (Nachtkühle), bieten einen Schutz vor Erosion (geringere Staubbelastung) und dienen zur Beherbergung von Insekten und Tieren (Bodenauflockerung).
Die Ausführung der Verkehrsflächen auf dem Grundstück - wie Stellflächen, Zufahrten und Gehwege - sollte aus o. g. Gründen mit wasserdurchlässigen Materialien, z.B. Rasengittersteinen, Kiesweg, Kleinpflaster etc. erfolgen. Durch eine Begrenzung auf das notwendige Maß werden gleichzeitig die Baukosten vermindert.
Nutzung von Flächenreserven in bebauten Arealen
Einige Bundesländer haben bereits mit einer Neuorientierung ihrer Förderung reagiert. So werden nach verschiedenen Landesförderrichtlinien vorrangig der Erwerb von dauerhaft leerstehenden oder bereits selbstgenutzten Wohnungen aus dem Bestand, einschließlich der Modernisierungs- und Instandsetzungskosten gefördert. Im Bereich des Neubaus wird dort eine Förderung nur noch für die Schließung von Baulücken oder die Nutzung von Recyclingflächen in innerörtlichen Lagen gewährt.
Gründung und Bodenaushub
Der bei der Gebäudeerstellung anfallende Bodenaushub für Keller, Fundamente oder Versorgungsleitungen sollte so weit wie möglich auf dem Grundstück verbleiben. Dies erspart sowohl Transport- und Entsorgungskosten (z.B. Deponie), als auch Transportvorgänge (LKW), die zu zusätzlichen ökologischen Belastungen in Form von Emissionen und Energieverbrauch führen würden. Der Bodenaushub kann, soweit geeignet, als architektonisches Mittel für die landschaftliche Gestaltung des Grundstücks - beispielsweise für Anböschungen im Terrassenbereich - genutzt werden. Kontaminierte Böden sind vorschriftsmäßig aufzubereiten bzw. zu entsorgen.