Wirtschaftliches Planen und Bauen im Sinne der Nachhaltigkeit basiert auf einer Lebenszyklusbetrachtung. Dieser Ansatz erfasst eine bauliche Maßnahme von der Erzeugung der Baustoffe, über die Errichtung, die lange Nutzungsphase bis zum Abriss und Recycling. Dies gilt insbesondere auch für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und bedeutet grundsätzlich Erstinvestitionen und Baufolgekosten gemeinsam zu bewerten. Bei einer rechnerischen Nutzungsdauer eines Gebäudes von 80 Jahren entfallen nur 20% der Kosten auf die Erstellung, aber 80% auf den Betrieb. Kurzfristige Einsparungen bei der Planung und Qualitätssicherung können sich im Laufe der Jahre durch erhöhte Betriebskosten sowie vorzeitige Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten zu einem vielfachen der eingesparten Kosten aufaddieren. Ein Wohngebäude mit günstigen Betriebs- und Unterhaltungskosten ist auch in der Zukunft marktfähig.