Der Bestandsaufnahme und -bewertung kommt beim Erwerb oder der Modernisierung eines Altbaus eine wesentliche Bedeutung zu. Der Umfang der Bestandsaufnahme ist je nach Alter und Zustand des Gebäudes sowie vorgesehenen Maßnahmen - möglichst in Abstimmung mit dem begleitenden Planer - konkret festzulegen. Dazu gehört neben den bautechnischen Untersuchungen auch die Analyse der bestehenden haustechnischen Anlagensysteme.
Beurteilung der Lebensdauer
Die zu erwartende Restlebensdauer von Bauteilen bzw. Bauteilschichten von Gebäuden im Bestand sind im Allgemeinen nur als grobe Schätzwerte anzusetzen. Sofern regelmäßige Inspektionen und Instandsetzungen durchgeführt wurden, kann eine höhere Lebensdauer angenommen werden, als bei Bauteilen, die keinen Kontrollen und Maßnahmen unterzogen wurden. Für Bauteile deren Sanierung bzw. Überarbeitung einem Neubau entsprechen, können die Lebensdauern mit den Lebensdauerangaben des Infoblatt 4.2 abgeschätzt werden.
Um den Zustand des Gebäudes und der einzelnen Bauteile in Hinsicht auf die noch zu erreichende Lebensdauer abschätzen zu können, müssen verschiedene Randbedingungen bekannt sein. Diese zu berücksichtigenden Randbedingen setzen sich zusammen aus:
Derzeit ist eine Abschätzung der Lebensdauer der im Bestand vorhandenen Bauprodukte nur möglich, indem von der möglichen Lebensdauer eines neu hergestellten Bauteils /Gebäude ausgegangen wird und die vorgefundenen Lebensdauermindernden Beeinflussungen abgezogen werden. Der subjektive Eindruck bzw. die subjektive Bewertung durch den Betrachter, unabhängig ob Laie oder Fachmann kann dabei nicht vollständig vermieden werden. Die Entwicklung von statistisch abgesicherten Verschleißkurven und deren Auswirkung auf die Restlebensdauern von Bauteilen sind derzeit noch in der Entwicklung.
Energiekennwerte und Energieausweise (384 KB)
Instandsetzen, Modernisieren, Umbauen (182 KB)
Energetische Bewertung und Modernisierung (1 MB)
Bedarf, Funktion und Gestaltung (475 KB)
Staatliche Förderung (5 MB)